L A D I N G . . .

Managed Hosting, Webspace oder eigener Server: was du wofür brauchst

Drei Stufen unterschiedlicher Höhe

Die Angebote reichen von drei Euro im Monat bis zu dreistelligen Beträgen, und die Beschreibungen klingen ähnlich. Der Unterschied liegt nicht in der Technik, sondern darin, wer die Verantwortung trägt, wenn etwas nicht funktioniert.

Für eine Website, die informiert und deren Ausfall über ein Wochenende verkraftbar wäre, reicht guter Webspace. Managed Hosting lohnt sich, sobald Anwendungen mit Anmeldung dazukommen, Kundendaten verarbeitet werden oder ein Ausfall den Betrieb spürbar trifft. Ein eigener Server ist erst sinnvoll, wenn besondere Anforderungen bestehen, die anders nicht erfüllbar sind.

Webspace

Was du bekommst: Speicherplatz auf einem geteilten System, eine Laufzeitumgebung, Datenbanken, Mailkonten. Der Anbieter kümmert sich um das Betriebssystem und die Grundabsicherung.

Was du selbst trägst: Aktualisierungen deiner Anwendung, also WordPress, Theme und Erweiterungen. Das ist der Punkt, der regelmäßig übersehen wird: Beim Webspace ist der Server gepflegt, deine Website ist es nicht.

Grenzen: Kein Zugriff auf Systemeinstellungen, begrenzte Ressourcen, geteilte Umgebung mit anderen Kunden. Bei Lastspitzen anderer Kunden kann die eigene Seite langsamer werden.

Richtig für: Informationsseiten, kleine Onlineangebote, alles ohne Anmeldung und ohne sensible Daten. Für einen Handwerksbetrieb mit zwölf Seiten ist alles andere zu teuer.

Managed Hosting

Was du bekommst: Eine Umgebung, die auf deine Anwendung zugeschnitten ist, plus Betrieb. Also Aktualisierungen, Überwachung, Sicherungen mit Wiederherstellungstest, Absicherung und eine benannte Reaktionszeit im Störungsfall.

Der entscheidende Unterschied: Bei Webspace ist der Server gepflegt. Bei Managed Hosting ist deine Anwendung gepflegt, und es gibt jemanden, der bei einer Störung zuständig ist.

Grenzen: Teurer, und die Bandbreite bei den Anbietern ist groß. Manche verstehen darunter nur Systemaktualisierungen. Fragen, die das klären: Wer aktualisiert die Erweiterungen? Wann wurde zuletzt eine Sicherung testweise zurückgespielt? Innerhalb welcher Zeit reagiert jemand nachts?

Richtig für: Anwendungen mit Anmeldung, Kundenportale, Onlinehandel, alles mit personenbezogenen Daten, und jede Seite, deren Ausfall unmittelbar Geld kostet.

Eigener Server

Was du bekommst: Volle Kontrolle, eigene Software, eigene Einstellungen, keine Nachbarn.

Was du selbst trägst: Alles. Betriebssystem, Absicherung, Aktualisierungen, Sicherungen, Überwachung, Erreichbarkeit. Das ist eine dauerhafte Aufgabe und keine einmalige Einrichtung.

Wann er sinnvoll ist: Bei besonderen Anforderungen an Software oder Umgebung, bei sehr hoher Last, bei Anwendungen, die sich nicht in Standardumgebungen betreiben lassen, oder wenn mehrere Dienste sinnvoll gemeinsam betrieben werden.

Wann er nicht sinnvoll ist: Um Geld zu sparen. Ein eigener Server ist im Mietpreis oft günstiger als Managed Hosting und in der Gesamtrechnung teurer, weil die Arbeit dazukommt. Wer sie selbst macht, bezahlt sie mit Zeit.

Die Frage, die die Entscheidung meist klärt

Wer aktualisiert am Freitagabend die Erweiterung, für die gerade eine Sicherheitslücke veröffentlicht wurde?

Wenn die Antwort „niemand“ lautet und die Seite eine reine Informationsseite ohne Anmeldung ist, ist das vertretbar. Lautet sie „niemand“ und es gibt eine Anmeldung oder Kundendaten, ist das die Antwort auf die Hostingfrage.

Eine Zwischenlösung, die oft passt

Guter Webspace plus eine Wartungsvereinbarung für die Anwendung. Der Anbieter kümmert sich um den Server, jemand anderes um Aktualisierungen, Sicherungen und Überwachung der Website selbst.

Diese Aufteilung ist günstiger als vollständiges Managed Hosting und deckt den größten Teil des Risikos ab, weil fast alle erfolgreichen Übernahmen über veraltete Erweiterungen laufen und nicht über den Server.

Woran du ein gutes Angebot erkennst

  • Es steht ausdrücklich dabei, wer die Anwendung aktualisiert.
  • Es gibt eine Aussage zur Häufigkeit der Sicherungen und zum letzten Wiederherstellungstest.
  • Reaktionszeiten sind benannt, mit Unterscheidung zwischen Werktagen und außerhalb.
  • Es ist klar, wie du im Störungsfall jemanden erreichst.
  • Ein Ausstieg mit vollständigem Datenexport ist geregelt.

Wie wir das angehen

Wir fragen nach Anmeldung, Datenart und der Folge eines Ausfalls und empfehlen danach. Wenn Webspace reicht, sagen wir das, auch wenn dabei kein Betriebsvertrag entsteht. Was in unserem Betrieb enthalten ist, steht unter Managed Hosting und laufender Betrieb.

Was ist der Unterschied zwischen Webspace und Managed Hosting?

Bei Webspace pflegt der Anbieter den Server, deine Anwendung pflegst du selbst. Bei Managed Hosting werden auch Anwendung, Aktualisierungen, Sicherungen und Überwachung übernommen, mit benannter Reaktionszeit im Störungsfall.

Wann reicht einfacher Webspace?

Für Informationsseiten ohne Anmeldung und ohne sensible Daten, deren Ausfall über ein Wochenende verkraftbar wäre. Für viele Betriebe ist alles andere zu teuer.

Lohnt sich ein eigener Server, um Kosten zu sparen?

In der Regel nicht. Der Mietpreis ist oft niedriger, die Gesamtrechnung durch Absicherung, Aktualisierungen, Sicherungen und Überwachung höher. Wer diese Arbeit selbst macht, bezahlt sie mit Zeit.

Was sollte in einem Hosting-Angebot stehen?

Wer die Anwendung aktualisiert, wie oft gesichert wird und wann zuletzt eine Sicherung testweise zurückgespielt wurde, die Reaktionszeiten innerhalb und außerhalb der Werktage, und wie ein Ausstieg mit vollständigem Datenexport abläuft.