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App Store und Play Store: was zwischen Fertigstellung und Veröffentlichung passiert

Prüfliste neben einer Uhr

Die App ist fertig, getestet und abgenommen. Die Frage „wann ist sie im Store“ klingt nach einer Formalität und ist keine. Zwischen fertig und verfügbar liegen Angaben, Prüfungen und Wartezeiten, die man kennen sollte, bevor man einen Starttermin zusagt.

Rechne mit ein bis zwei Wochen zwischen fertiger App und Verfügbarkeit, und mit deutlich mehr, wenn es die erste Einreichung ist. Die reine Prüfung dauert bei beiden Plattformen meist ein bis drei Werktage. Die Zeit davor geht für Konten, Angaben und Nachweise drauf, und die sind beim ersten Mal aufwendiger als die Entwicklung des letzten Bildschirms.

Was vorbereitet sein muss

Diese Punkte werden regelmäßig unterschätzt, weil sie nichts mit Programmierung zu tun haben:

  • Entwicklerkonto auf den Betrieb, nicht auf eine Person. Ein Konto auf den Namen eines Mitarbeiters wird spätestens beim Wechsel zum Problem. Bei Firmenkonten ist zudem ein Nachweis über das Unternehmen nötig, und der kostet Zeit.
  • Bildschirmfotos in mehreren Größen. Für verschiedene Gerätegrößen, teilweise auch für Tablets, jeweils in festgelegten Abmessungen.
  • Symbol in allen geforderten Größen. Ohne Transparenz, ohne abgerundete Ecken, die fügt das System selbst hinzu.
  • Beschreibung, Kurzbeschreibung, Schlüsselwörter. Diese Texte entscheiden auch darüber, ob die App im Store gefunden wird.
  • Datenschutzerklärung unter einer erreichbaren Adresse. Pflicht bei beiden Plattformen, und die Adresse muss vor der Einreichung funktionieren.
  • Angaben zur Datenerhebung. Beide Stores verlangen eine strukturierte Aufstellung darüber, welche Daten die App erhebt und wofür. Diese Angaben müssen zur tatsächlichen Verarbeitung passen.
  • Alterseinstufung. Über einen Fragebogen, der bei betrieblichen Apps schnell erledigt ist.
  • Ein Testzugang für die Prüfer. Der wichtigste Punkt bei Anwendungen mit Anmeldung.

Die häufigsten Ablehnungsgründe

Kein funktionierender Testzugang. Der mit Abstand häufigste Grund bei betrieblichen Apps. Wenn sich die Prüfer nicht anmelden können, sehen sie eine Anmeldemaske und sonst nichts. Der Zugang muss von außen funktionieren, also auch ohne Firmennetz und ohne VPN, und er muss am Prüfungstag gültig sein.

Berechtigungen ohne erkennbaren Grund. Wenn die App Standortzugriff verlangt und in der Beschreibung nichts steht, was Standort erklärt, wird nachgefragt. Jede angeforderte Berechtigung sollte im Text begründet sein.

Angaben zur Datenerhebung passen nicht zum Verhalten. Die Prüfung sieht sich den Netzwerkverkehr an. Wer angibt, keine Daten zu erheben, aber ein Analysewerkzeug einbindet, wird abgelehnt.

Zu wenig eigenständige Funktion. Eine App, die nur eine Website in einem Rahmen anzeigt, wird auf einer der Plattformen regelmäßig zurückgewiesen. Es braucht einen Mehrwert, der über die Darstellung der Webseite hinausgeht.

Fehler im Prüfdurchlauf. Abstürze auf dem Testgerät, leere Bildschirme, nicht funktionierende Schaltflächen. Deshalb sollte vor der Einreichung auf mindestens zwei echten Geräten je Plattform getestet werden, nicht nur im Simulator.

Die Wege für den internen Einsatz

Wenn die App nur für die eigenen Mitarbeiter gedacht ist, gibt es Alternativen zum öffentlichen Store, und die sind oft der bessere Weg:

  • Verteilung über eine Geräteverwaltung. Der übliche Weg bei betrieblichen Geräten. Keine Store-Prüfung, keine Wartezeit, volle Kontrolle über Versionen.
  • Geschlossene Testgruppen. Beide Plattformen bieten das an, mit vereinfachter Prüfung und begrenztem Nutzerkreis.
  • Unternehmensinterne Programme. Für größere Organisationen, mit eigener Verteilung ohne öffentlichen Store.

Das lohnt sich zu prüfen, bevor man den Aufwand für eine öffentliche Veröffentlichung betreibt. Bei einer App für zwanzig Monteure ist der öffentliche Store meist der falsche Weg.

Zeitpuffer, die sich bewährt haben

Schritt Realistischer Zeitraum
Konten einrichten, Nachweise erbringen 1 bis 3 Wochen, einmalig
Store-Angaben und Bildmaterial 2 bis 4 Tage
Erste Prüfung 1 bis 3 Werktage
Nacharbeit nach Ablehnung 1 bis 5 Tage
Zweite Prüfung 1 bis 3 Werktage

Eine Ablehnung bei der ersten Einreichung ist normal und kein Zeichen für schlechte Arbeit. Sie einzuplanen ist ehrlicher, als einen Termin zuzusagen, der nur bei glattem Durchlauf hält.

Wie wir das handhaben

Wir bereiten die Store-Angaben parallel zur Entwicklung vor, nicht danach, und richten Konten früh ein, weil die Nachweise dort am längsten dauern. Vor jeder Einreichung wird auf echten Geräten getestet, und der Testzugang für die Prüfer wird gesondert kontrolliert. Mehr dazu unter App-Entwicklung bis zur Veröffentlichung.

Wie lange dauert die Prüfung im App Store?

Die reine Prüfung meist ein bis drei Werktage. Beim ersten Mal kommen Konteneinrichtung, Nachweise und Store-Angaben hinzu, sodass insgesamt ein bis zwei Wochen realistisch sind.

Warum wird eine App abgelehnt?

Am häufigsten wegen eines fehlenden oder nicht funktionierenden Testzugangs. Weitere Gründe sind unbegründete Berechtigungen, Angaben zur Datenerhebung, die nicht zum Verhalten passen, zu wenig eigenständige Funktion und Fehler im Prüfdurchlauf.

Muss eine betriebsinterne App in den Store?

Nein. Für eigene Mitarbeiter ist die Verteilung über eine Geräteverwaltung oder über geschlossene Testgruppen meist der bessere Weg: keine Prüfung, keine Wartezeit, volle Kontrolle über die Versionen.

Was gehört zu den Store-Angaben?

Bildschirmfotos in mehreren Größen, das Symbol in allen geforderten Maßen, Beschreibungstexte, eine erreichbare Datenschutzerklärung, eine strukturierte Aufstellung der Datenerhebung, die Alterseinstufung und ein Testzugang für die Prüfer.